Internet » Der Allrounder - das Smartphone
Erstellt am 28.05.2021

Sieben starke Smartphone-Trends

Coronatesten, filmen und fotografieren, surfen und spielen. Aus dem „Wisch-Handy“ ist ein Hightech-Gerät geworden. Bessere Displays, Kameras oder Datenspeicher sind aber lange nicht alles.

 

Die Corona-Pandemie bringt dem Smartphone weltweit noch höhere Aufmerksamkeit und eine neue Herausforderung. Es geht um Einsatzmöglichkeiten für den persönlichen Gesundheits-Check, die weit über die Kontrolle von Vitalfunktionen hinausgehen. Diese Aufgabe und einige weitere Technologie- und Designinnovationen werden die Zukunft des Smartphones prägen. In folgenden sieben Bereichen gehen die Hersteller bewusst auf Veränderungen in Alltag und Nutzungsverhalten der Menschen ein.

1. Corona mit Handy-Aufsatz testen

Experten in Frankreichs führendem Forschungszentrum CNRS und der Universitätsklinik Lille arbeiten an einem Corona-Schnelltest, der nicht wie bisherige Verfahren biochemisch, sondern elektrochemisch funktioniert. Die Nasen-/Rachen-Probe kommt auf einen Teststreifen, in dem bestimmte Antikörper (Nanokörper) auf einer stromdurchflossenen Elektrode verankert sind. Binden nun Viruspartikel an Antikörper, verändert das den Stromfluss in der Elektrode. Bei einer Stromänderung ist der Test positiv, bleibt das Signal gleich, ist er negativ. Der Teststreifen wird von einem etwa USB-Stick großen Diagnosegerät ausgelesen, das man einfach aufs Smartphone aufstecken kann. Eine App zeigt dann das Ergebnis an – das Ganze dauert zehn Minuten. In ersten klinischen Studien lag der Nanokörper-Test in 88 Prozent der Fälle richtig, damit kommt er PCR-Tests sehr nahe. Die Forscher und ein eigens gegründetes Startup-Unternehmen hoffen, dass der Test bis August auf den Markt kommt. Parallel arbeiten sie an einer Version mit Speichelprobe.

2. Bessere Kameras einbauen

Im Mittelpunkt stehen immer größere Sensoren, höhere Auflösungen und bessere Algorithmen für die Computerfotografie. Darüber hinaus forcieren einige Hersteller ihre Objektive, von Fischauge bis Tele. Vivo hat ein abnehmbares Kameramodul mit magnetischer Unterseite vorgestellt. Die kleine Kamera kann etwa auf den Fahrradhelm oder ans Hundehalsband montiert werden, um spektakuläre Videos zu erstellen. Selfies werden viel natürlicher, wenn man das Kameramodul auf einen Tisch legt; das Smartphone selbst wird dabei zur Fernbedienung für die Kamera. Auch andere Hersteller arbeiten an abnehmbaren Kameramodulen und weiterem Zubehör für die Bildgebung.

3. Schnelles Spielen ermöglichen

Handy-Spiele verursachen schon mehr als die Hälfte des weltweiten Gaming-Umsatzes. Für anspruchsvolle Spiele direkt am Handy zählen vor allem schnelle Prozessoren sowie Displays mit hoher Bildfrequenz und Abtastrate. Die Bildfrequenz gibt an, wie oft sich das Display in der Sekunde aktualisiert. Ein 60-Hertz-Display zeigt maximal 60 Bilder pro Sekunde, während 120 oder gar 165 Hertz ein deutlich flüssigeres Erlebnis bieten. Für die Eingabe-Verarbeitung hingegen steht die Abtastrate: je höher der ebenfalls in Hertz angegebene Wert, desto schneller reagiert das Display auf die Finger. Beides ist in wettkampforientierten Spielen sehr wichtig. Spezielle Gaming-Geräte verfügen über zusätzliche Tasten, teils auch auf der Handy-Rückseite, zusätzliche Controller oder sogar einen Lüfter zum Kühlen des Smartphones.

4. Eigene Chips verwenden

Mikrochips und ihre Systeme gehören seit jeher zu den teuersten Komponenten von Smartphones. Die Nachfrage nach Chips bzw. Halbleiterbauelementen wird immer höher, nicht nur in der „klassischen“ Elektronikwelt, sondern in allen „smarten“ Produkten oder etwa in der Automobilindustrie, sodass heuer eine Verknappung eingesetzt hat. Apple verwendet seit jeher eigene Hardware. Inzwischen verfolgt auch Google mit seinem Projekt „WhiteChapel“ die Strategie, Chips selbst herzustellen statt zu kaufen. Der Konzern hat dafür einen Top-Entwickler von Intel abgeworben. Samsung steckt bis zum Jahr 2030 etwa 116 Milliarden Dollar in die Produktion von Chips und mobilen Prozessoren. Parallel dazu arbeiten Hersteller an verbesserten Akkus.

5. Nachhaltige Produktion fördern

Für einen wachsenden Trend in der Smartphone-Produktion sorgen Kunden, die zunehmend auf den Einsatz von Ressourcen, Energie und Chemikalien achten. Anhand dieser drei Faktoren hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace 17 führende Smartphone-Hersteller untersucht und ein Nachhaltigkeits-Ranking erstellt. An der Spitze liegt Fairphone, das so gut es geht auf gefährliche Chemikalien verzichtet, besonders klimafreundlich produziert und die Reparatur von Altgeräten erleichtert. Auf Platz 2 landete Apple, da es in der gesamten Lieferkette auf erneuerbare Energien und möglichst recycelte Rohstoffe umstellt. Samsung landete auf Platz 13, auf den letzten Plätzen lagen die chinesischen Hersteller Oppo, Huawei und Xiaomi.

6. Beeindruckende Displays bauen

Experten und Fachpresse berichten dazu von zahlreichen Patentanmeldungen, wobei es viele Patente dann oft nicht aus der Schublade schaffen. So würde Samsung sein faltbares Galaxy Fold mit Wechselobjektiv bzw. 3D-Kamera weiterentwickeln. Eine Patentanmeldung von LG zeigt ein rollbares Smartphone mit zusätzlichem Display. Auch ein neues Patent von Oppo verfügt über ein zusätzliches kleines Display auf der Rückseite des Smartphones, umrundet von Kameras und einem LED-Blitz.

7. Gute Konnektivität erreichen

Mit der Verbreitung der 5G-Technologie wird die 5G-Konnektivität für Smartphones zur Pflicht. Sie ermöglicht höhere Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Verbindungsstabilität. Praktisch alle Hersteller bringen laufend neue Modelle, die sich an 5G und dessen Nutzen orientieren, etwa ob das Smartphone universell eingesetzt wird oder etwa besonders für Aufgaben wie Online-Gaming oder Medien-Streaming von Filmen. Schließlich ist auch der Datenverbrauch via Smartphone in einem Jahr Corona-Pandemie massiv angestiegen.

Garantierte Bandbreite mit dem Glasfaser-Internet von LIWEST: Jetzt ein Monat unverbindlich testen! 


Das könnte Sie auch interessieren:

Internet

Erstellt am 14.05.2021

Brettspiele im Internet spielen

Seitdem Ausbruch der Corona-Pandemie erfreuen sich Gesellschaftsspiele hoher Beliebtheit. Allerdings war die Brettspielbranche schon vor Corona im Höhenflug.

Erstellt am 30.04.2021

Der Datenverbrauch zu Corona-Zeiten

Arbeit, Unterhaltung und Spiel prägen unseren digitalen Alltag. Allein bei LIWEST ist das Downloadvolumen während der Covid-19-Pandemie um die Hälfte gestiegen. Die Uploads haben sich beinahe verdoppelt.

Erstellt am 07.12.2020

Mobiles Internet für Zuhause oder Kabel-Internet?

Viele, die im Home Office arbeiten, kennen das Problem: Gerade dann, wenn eine wichtige Videokonferenz ansteht, passiert’s, das Internet funktioniert nicht. Lesen Sie hier, worauf es beim Internet für Zuhause ankommt.