iStock/triloks
 Blog » Internet » Suchmaschinen: Alternativen zu Google
29.01.2019

Suchmaschinen: Alternativen zu Google

Datenschutz, Filterblase, spezifische Suchinteressen: Nicht für alle Bedürfnisse ist Google die optimale Suchmaschine.

Marktführer Google

Google ist klarer Marktführer bei der Internet-Suche, dahinter folgen mit großem Abstand die chinesische Suchmaschine "Baidu" und "Bing" von Microsoft. Letztere wird allerdings fast auschließlich am PC genutzt und kaum auf dem Smartphone. Die Echtzeit-Infografik Google in real time demonstriert, welche Ausmaße Google-Suchanfragen sekündlich annehmen. In manchen Regionen gibt es lokale Suchmaschinen, die häufiger genutzt werden als Google, wie zum Beispiel "Yandex" in Russland und "Baidu" in China. In Südkorea ist "Naver" zumindest ein großer Mitbewerber von Google. 

Spezialisierte Suchmaschinen

Ecosia setzt auf CO2-neutrale Suche und unterstützt weltweit Aufforstungsprojekte. Die Suchmaschine hat sich bereits als nachhaltige Alternative zu Google etabliert und unterscheidet sich in der Anwendung kaum.

Speziell für Kinder wurden fragFINN und Blinde Kuh konzipiert. Die beiden Suchmaschinen liefern überprüfte Ergebnisse, die auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind.

Die Suchmaschine Qwant wirbt damit, die Privatsphäre der User zu schützen und bietet außerdem eine eigene Suchfunktion für Social Media Inhalte.

Unterhaltsam und nüztlich zugleich kann eine Suche mit der Wayback Machine  sein. Dieses Webseiten-Archiv stellt über 330 Milliarden Seiten zur Verfügung, die so nicht mehr online sind und ermöglicht so eine Zeitreise für alle interessierten User.

Auch für die gezielte Suche nach Creative Commons Inhalten gibt es eine eigenen Suchmaschine. 

Rund um das Thema Datenschutz und neutrale - also nicht personalisierte Suchergebnisse - sind verschiedene Suchmaschinen wie Startpage, DuckDuckGo oder Unbubble entstanden. Startpage und Unbubble nutzen europäische Server, DuckDuckGo kommt aus den USA und nutzt US-Server.

Technische Unterscheidung

  • Indexbasierte Suche
    Dieser Typus ist am weitesten verbreitet und liefert Suchergebnisse besonders schnell. Bei der indexbasierten Suche werden Internet-Dokumente von „Crawlern“ (Suchprogrammen) automatisiert durchsucht und analysiert. Daraus wird ein Suchindex angelegt, an den sich Suchanfragen wenden. Beispiele: Google, Bing.
  • Katalogbasierte Suche
    Die katalogbasierte Suche ist themenbasiert und hierarchisch gegliedert. Suchanfragen greifen auf eigene Suchkataloge zu: Welche Einträge in den Katalog kommen und in welche Kategorie sie fallen, wird vielfach von Menschen entschieden. 
  • Meta-Suchmaschinen
    Diese Art von Suchmaschine ermittelt Ergebnisse aus dem Datenbestand mehrerer anderer Suchmaschinen. Dazu nutzt sie deren Suchindizes. Der Ergebnisumfang wird damit potenziell größer, dennoch werden Meta-Suchmaschinen aktuell selten verwendet. Beispiele: MetaGer, Unbubble, Startpage.

Übrigens: Suchmaschinen durchforsten nicht alle Internet-Inhalte. Der Teil, den sie nicht erfassen können, wird Deep Web genannt.

 


Das könnte Sie auch interessieren:

Internet

Passwort-Manager: Log-in-Daten einfach verwalten

22.02.2019

Kennwörter und Zugangsdaten suchen oder vergessen war gestern: Mit Passwort-Managern haben Sie alle Passwörter und sensiblen Daten jederzeit griffbereit und sicher verwahrt.

Fake News: So erkennen Sie Falschmeldungen

21.02.2019

Im Internet kann jeder Informationen verbreiten. Das macht es manchmal schwierig, Tatsachen von Falschmeldungen zu unterscheiden.

Was bedeutet FTTH?

05.02.2019

FTTH steht für „Fiber To The Home“ und bedeutet soviel wie: Glasfaser direkt in das eigene Zuhause. Wir beginnen unsere Erklärung mit einer nach wie vor relevanten Technologie: dem Koaxial-Kabel.