Internetnutzung anders seit Corona
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Erstellt am 31.08.2020

Wie Corona unser Internetverhalten verändert hat

Durch die Corona-Maßnahmen hat sich einiges für uns verändert - so auch die Internetnutzung. Vor allem während dem Lockdown konnten steigenden Datenmengen und eine veränderte Nutzung gemessen werden.

 

Der aktuelle „Integral Austrian Internet Monitor“ (AIM) kommt zum Ergebnis, dass Österreich in den letzten Monaten digital kompetenter geworden ist. 88 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren nutzen das Internet zumindest gelegentlich, 3 von 4 sogar täglich. Für die Messung der Digitalkompetenz hat Integral einen eigenen Index entwickelt, der Aspekte wie mobile Nutzung, Frequenz, Intensität und Vielfalt der Nutzung sowie Einstellungen zur digitalen Welt berücksichtigt. Bis zum ersten Quartal 2020 ist der Index innerhalb eines Jahres nur leicht angestiegen (plus 2 Punkte). Doch alleine im zweiten Quartal 2020 hat er um 3 Punkte zugelegt.

Frauen und ältere Personen holen auf

Die Ergebnisse zeigen, dass bei Frauen die Digitalkompetenz stärker wächst als bei Männern. Auch Personen über 50 Jahre und Menschen mit mittlerer Schulbildung haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie überdurchschnittlich aufgeholt. „Der Kompetenzgewinn fällt in diesen Zielgruppen deswegen so hoch aus, weil während der Krise alternative Kommunikationsmöglichkeiten mit Freunden und Familie gefunden werden mussten. Auch der rasche Umstieg ins Homeoffice hat dazu geführt, dass Personen, die früher eher internetabgeneigt waren, neue digitale Kompetenzen entwickelt haben“, erklärt dazu Martin Mayr von Integral.

Plus bei Internet-Telefonie und Cloud Services

Generell ist mit der Kompetenz auch die Vielfalt der Internetnutzung gestiegen. Bei einigen Anwendungsbereichen zeigt sich dies besonders deutlich. So hat laut einer Befragung von Integral Austria, die im Juni durchgeüfhrt wurde,  das Telefonieren über das Internet von 45 Prozent (Q1/2020) auf 63 Prozent (Q2/2020) deutlich zugenommen. Bei Frauen über 60 fällt dieser Zuwachs noch deutlicher aus. Auch der Austausch von Dateien über Cloud Dienste hat an Bedeutung gewonnen – die Nutzung ist von 34 Prozent auf 40 Prozent gestiegen. Andere Bereiche, wie etwa Streaming, Spielen oder Online-Shopping verzeichnen ebenfalls Zuwächse. Laut Integral sei damit zu rechnen, dass das Nutzungsniveau dieser Anwendungszwecke stabil bleibt bzw. weiter zulegen wird.

Drei Viertel der Nutzer vermehrt in sozialen Medien

Laut aktueller Umfrage von Bitkom Research sind drei Viertel der deutschen Internetnutzer stärker als vor der Corona-Krise in sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Xing, Twitter und Co. aktiv. Fast jeder Dritte (32 Prozent) postet häufiger eigene Storys. 31 Prozent der Befragten kommentieren mehr Beiträge anderer Nutzer. 28 Prozent teilen vermehrt Beiträge oder Artikel zum aktuellen Geschehen – und fast jeder Fünfte (18 Prozent) postet häufiger Beiträge mit eigenen Inhalten. Auch Messenger-Dienste werden häufiger genutzt. 82 Prozent der Internetnutzer kommunizieren vermehrt über Whatsapp, Threema oder Telegram & Co. 63 Prozent der Konsumenten schreiben häufiger Nachrichten, 48 Prozent nutzen diese Dienste öfter für Videoanrufe. Die Zunahme der Social-Media-Nutzung trifft auf fast alle Altersgruppen gleichermaßen zu: 86 Prozent der 16- bis 29-Jährigen bestätigen dies, 82 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 74 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Auch 32 Prozent der Silver Surfer über 65 Jahren sind vermehrt in sozialen Medien unterwegs.

Mehr Datenvolumen an Wochentagen

Wie alle Internetanbieter hat LIWEST - mit über 236.000 versorgbaren Haushalten die Nummer 1 in Oberösterreich -  während des Lockdowns Steigerungen im Datenverbrauch registriert. Besonders stark gewachsen ist der Bedarf während der Woche. Das Downloadvolumen an Arbeitstagen war im Schnitt um 44 Prozent höher als vor der Krise. Das Uploadvolumen hat sich mit einem Plus von 89 Prozent beinahe verdoppelt. Diese Zunahme wird vor allem auf das Phänomen Home Office zurückgeführt. Viele haben Mitte März ihr Büro nach Hause verlegt.

Wieviel ist ein PetaByte?

An den Wochenenden hat die schon bisher starke Internetnutzung etwa zur Unterhaltung und Kommunikation, zum Streamen und Gamen deutlich zugenommen. Im Vergleich zwischen Samstagen vor und während der Coronazeit ist das Datenaufkommen um etwa 20 Prozent gestiegen. An den stärksten Tagen erreichte der gesamte Download über das LIWEST-Netz ein PetaByte – das sind 1 000 000 000 000 000 = 1015 Byte oder einfach eine Million Gigabyte – pro Tag! Dabei wurde in der Spitze etwa die Hälfte der vorhandenen LIWEST-Übertragungskapazitäten genützt.

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