Erstellt am 31.10.2015

Digital ist optimal - Kulturtechniken im Wandel der Zeit

Nicht nur der Mensch wandelt sich, sondern auch seine entwickelten Kulturtechniken, wie zum Beispiel Rechnen, Schreiben und Drucken. Sie haben unsere Kommunikationsmöglichkeiten allesamt stetig erleichtert, erweitert und nicht zuletzt: verbessert! Grund genug, die genannten Bereiche unter die Lupe zu nehmen.

Rechnen

Rechnen ohne Finger, Steine oder sonstige Hilfsmittel, funktionierte erstmals ca. 1100 v. Chr. Die Rede ist vom sogenannten ‚Abakus‘, ein im indonesischen Kulturraum erfundenes Rechenhilfsmittel, welches in Europa bis ins 16. Jhd. hinein Verwendung fand. Es handelt sich dabei um Kugeln (meist Holz- oder Glasperlen), die auf Stäben aufgefädelt sind und bei den Grundrechnungsarten helfen. Bis zum ersten elektronischen, handflächengroßen Taschenrechner musste man sich jedoch noch gedulden. Erst 1967 wurde er von Texas Instruments entwickelt und wog satte 1,5 Kg. Moderne Geräte verwenden elektronische Schaltungen, LC-Displays und Solarzellen. Und die vertraute Funktionalität – welche die des einstigen ‚Abakus‘ bei weitem übersteigt – findet heute auch in Softwareform, etwa auf Computern und Smartphones, Anwendung.

Schreiben

Das erste Schreibmaschinenpatent stammt aus dem Jahr 1714. Der erste von Peter Mitterhofer entwickelte Prototyp entstand interessanterweise jedoch erst 1864, also genau 150 Jahre später. Nach der Blütezeit im 20. Jhd. hat sich die Herstellung der Geräte mittlerweile vorwiegend nach China und Brasilien verlagert. Mit der Erfindung der ersten Notebooks in den 1980er-Jahren hat sich die Kulturtechnik des Schreibens schließlich grundlegend gewandelt. Die einfachere Korrigierbarkeit des Geschriebenen und die Speicherung desselben waren in der kulturtechnischen Evolution des Schreibens bahnbrechende Innovationen. Heute werden in Europa weitaus mehr dieser mobilen Geräte verkauft als Desktop-PC´s, wobei in den letzten Jahren besonders der Absatz von Tablet-PC´s deutlich angestiegen ist.

Drucken

Die wohl weitreichendste kulturtechnische Innovation ist wohl der von Johannes Gutenberg entwickelte Buchdruck. Warum? Weil bis zum Jahr 1450 jeder einzelne Text getippt werden musste. 100 Flugblätter mussten bis dahin also 100-mal geschrieben werden. Im Laufe der Zeit wurden Drucker immer kleiner und günstiger, sodass sie mittlerweile in beinahe jedem Haushalt anzutreffen sind. Und manche drucken anstatt mit klassischer Tinte mithilfe eines Lasers. Die Weiterentwicklung des Druckers endete aber nicht mit häuslichen Laserdruckern, sondern steht derzeit beim 3D-Drucker für zuhause. Der Amerikaner Chuck Hull war 1983 der Erfinder des dreidimensionalen Drucks, welcher bis heute stetig weiterentwickelt wurde. Die einfach herzustellenden Objekte werden computergesteuert aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Materialien aufgebaut. Während zu Beginn nur Prototypen und Modelle mittels 3D-Druck hergestellt wurden, werden heute bereits industrielle Mengen auf diesem Weg gefertigt.


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