Erstellt am 13.10.2016

Industrie 4.0 – was ist das eigentlich?

Der Begriff Industrie 4.0 stammt aus dem deutschsprachigen Raum und beschreibt einen neuen Umschwung der mit der Digitalisierung der Welt, der Produktion und der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu tun hat.

Smart Factory – Die intelligente Fabrik

In der Realität bedeutet das, dass künftige Maschinen und Fertigungsanlagen mit Sensoren, Prozessoren und Funkverbindungen ausgestattet sind. Maschinen kommunizieren anhand dieser neuen Technologien selbstständig und organisieren sich somit vollständig selbst. Prozesse werden optimiert und die Abläufe besser organisiert – das spart jede Menge Zeit! Die Anlagen überprüfen Lagerbestände und rüsten bzw. bestellen gegebenenfalls selbstständig nach.

Chancen und Risiken im Überblick

Diese neue Art von Revolution hält durchaus einige Chancen für den Menschen aber auch für die Unternehmen selbst bereit.

  • Neue Innovationen
    Ständig entstehen neue Produkte und neue Berufsbezeichnungen werden definiert. Doch wie ist das eigentlich möglich? Durch die ständige Weiterentwicklung und der Digitalisierung wird die Forschung kräftig vorangetrieben. Unternehmen wagen Neues und das schlägt sich auch in den Produktinnovationen und in den Jobs nieder.
  • Mehr Effizienz
    Da die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation viel rascher von statten geht, ist es möglich die Produktionszeiten zu verkürzen und die Markteinführung vorzuziehen. Zudem wird die Fehlerquote deutlich gesenkt. Ein daraus resultierender Vorteil ist die Kosteneinsparung.
  • Individualisierung
    Noch nie war es für einen Menschen so wichtig sich selbst zu verwirklichen und als Individuum angesehen zu werden wie zurzeit. Deswegen ist es für Unternehmen immer wichtiger auf spezifische Kundenwünsche einzugehen. Die Einbeziehung sozialer Netzwerke, wie Facebook, ermöglicht es bedarfsorientiert und personalisiert Waren anzufertigen.
  • Datenschutz
    Mit der Zunahme der gewaltigen Datenmengen und –ströme geht die Gefahr von Datenklau einher. Fertigungsbetriebe fürchten Spionage und die Tatsache, dass Hacker sich in die Systeme der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation einschleusen und Know-how absaugen und sogar ganze Versorgungssysteme lahmlegen können. Deswegen müssen Unternehmen, die die Smart Factory als solches einsetzen wollen, zuvor unbedingt detaillierte Sicherheitsstrategien definieren.
  • Jobkiller
    Einige rechnen damit künftig durch Maschinen ersetzt zu werden. Andere glauben, dass in Summe durch die Digitalisierung mehr Jobs entstehen werden. Es bleibt wohl einfach abzuwarten wie sich die Situation tatsächlich entwickeln wird.

Schlussendlich sind neue Technologien und Innovationen erst dann erfolgreich, wenn sie von den Kunden und Usern akzeptiert werden. Neue Innovationen haben den Zweck alltägliche Dinge zu erleichtern bzw. auf eine neue Weise zu beleuchten. Keinesfalls soll sich der Kunde dadurch überfordert oder entmündigt fühlen. Aktuell besteht zudem noch das Problem, dass technische Hürden den Weg zum Durchbruch der Smart Factory verhindern. Protokolle sind noch nicht kompatibel was wiederum an fehlenden Standards liegt. Derzeit sind diese Plattformen also noch nicht reif für den Markt, es wird aber fleißig daran gearbeitet.


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