Digitale Zukunft » Machen Smartphones kurzsichtig?
Erstellt am 16.01.2019

Machen Smartphones kurzsichtig?

Die meisten von uns verbringen viel Zeit vor Bildschirmen. Gewisse Faktoren begünstigen dabei Kurzsichtigkeit.

Kurzsichtigkeit nimmt zu

Junge Menschen leiden heutzutage wesentlich häufiger an Kurzsichtigkeit als die Generationen vor ihnen. Diese Entwicklung ist weltweit zu beobachten, Schätzungen zufolge könnte 2050 bereits 50% der Weltbevölkerung kurzsichtig sein. Am extremsten zeigt sie sich im asiatischen Raum: In Taiwan hat sich die Zahl der kurzsichtigen Achtjährigen zwischen 1990 und 2000 verdoppelt, in asiatischen Großstädten benötigen bereits über 80% der Schulabgänger eine Sehhilfe.

Woran liegt das?

Kurzsichtigkeit ist häufig genetisch bedingt, der rasante Anstieg in manchen Bevölkerungsgruppen kann aber nicht alleine dadurch erklärt werden. Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass ein kurzer Leseabstand, lange Lesephasen und wenig Tageslicht die Augenerkrankung fördern. Das sind Faktoren, die fast alle Kinder in China und Taiwan betreffen, da in diesen Ländern ein besonders großer Lerndruck herrscht. Auch auf die Smartphone-Nutzung treffen diese drei Punkte zu. Es wird nahe zum Gesicht geführt, meist in Innenräumen benutzt und – wer kennt das nicht? – oft viel länger genutzt als nötig.

Gegensteuern

Auch wenn in unseren Breiten die Entwicklung nicht so dramatisch verläuft wie in Asien, steigt die Zahl der kurzsichtigen Kinder deutlich an. Da Kurzsichtigkeit normalerweise im Schulalter entsteht, ist es auch tatsächlich sinnvoll, in dieser Zeit gegenzusteuern. Eltern können darauf achten, dass ihre Kinder genügend Zeit im Freien verbringen und das Smartphone nicht zu lange am Stück nutzen. Oft hilft es, wenn sich Eltern selbst um eine bewusstere Smartphone-Nutzung bemühen und somit Vorbilder für ihre Kinder sind.

Regierung schränkt Handy-Spiele ein

In China gibt es verschiedene Ansätze, um der Kurzsichtigkeit der Bevölkerung entgegenzuwirken. So will zum Beispiel das chinesische Bildungsministerium die Zahl neuer Online-Spiele beschränken und beim Gamen sogar Zeitlimits für Kinder und Jugendliche einführen. Und auch mit einem „gläsernen Klassenzimmer“ wird experimentiert. Es soll Kindern schon während des Unterrichts genügend Tageslicht bieten.

 

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