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Erstellt am 30.08.2019

Cloud Gaming: Gaming der Zukunft

Cloud Gaming ist das Top-Thema im Spielebereich. Die Idee dahinter: Spiele werden nicht auf dem eigenen Rechner, sondern in einer Cloud gespeichert.

PC, Laptop, Tablet und auch das Smartphone dienen nur noch als Eingabegeräte. Ebenso erfolgen die Berechnungen auf externen Rechnern und so können auch auf schwachen eigenen Geräten speicher- und leistungsintensive Video-Games im Abonnement gespielt werden. Ein Tech-Riese nach dem anderen springt auf diesen Mega-Trend auf. Neben Sony und Nvidia entwickeln nun auch Microsoft, Google, Verizon und gerüchteweise auch Amazon technische Lösungen für das Cloud Gaming.

Anbieter für das Cloud Gaming

Es werden hierbei zwei Arten von Services angeboten: GaaS (Games as a Service) und DaaS (Desktop as a Service). Während GaaS eine Art „Netflix für Games“ darstellt, wird bei DaaS der gesamte Rechner auf den Servern des Dienst-Anbieters gehosted. DaaS bietet dem User die Möglichkeit, Spieleplattformen wie "Steam" oder "Uplay" auf dem Cloud-Rechner zu installieren, um in weiterer Folge dort mit allen Endgeräten zugreifen zu können. Zur Verfügung gestellt wird dieser Service von den Anbietern Shadow, Vortex und Parsec. Durch diesen erübrigt sich auch der Mehrfachkauf von Games und weiters unterstützt dieser auch Android-Geräte.

  • Sony war mit Playstation Now einer der ersten Anbieter des Streamens von Spielen auch ohne eigene Konsole auf Windows-Rechnern.
  • GeForce Now funktioniert auf Mac und PC derzeit in der kostenlosen Beta-Version und auf den Nvidias Konsolen. Mit 400 Spielen und der Unterstützung der Full-HD Auflösung von 1080 mit 60 Bilder pro Sekunde gilt GeForce Now als Platzhirsch.
  • Vortex ist ein polnischer Dienst, dessen großer Vorteil die Verlinkbarkeit mit dem Steam-Account ist. Darüber können dann die 100 auch in der Vortex-Datenbank vorhandenen Titel gespielt werden. Dieser Dienst unterstützt zudem Android-Geräte.

Weitergehende Dienste bieten:

  • Shadow gehört zum französischen Unternehmen Blade und liefert einen Cloud-PC.
  • Parsec ist ein Dienst, über den man sich Rechner mieten und darauf spielen oder vom eigenen PC auf andere Geräte streamen kann. Parsec bietet auch eine Möglichkeit, sich einen eigenen Cloud-PC zu basteln.
  • Bei Liquidsky kann man nicht nur gamen, sondern auch andere Programme, die den eigenen PC überfordern würden, auslagern. Manche Spieleplattformen wie Steam sind dauerhaft mit den Liquidsky-Rechnern verbunden, andere können manuell hinzugefügt werden. Bei einer guten Internetverbindung liefert dieser Anbieter eine niedrige Latenz. Spielverzögerungen sind daher kaum spürbar.

Was bringt die nächste Zukunft?

Wie stark dieser Markt schon jetzt umkämpft ist, erkennt man an der Anzahl der Beta-Lösungen für die unterschiedlichsten Cloud Gaming Services, an denen teilweise noch gearbeitet wird. Noch vage sind die genauen Zeitpläne von Amazon und Verizon. Auf der Gamescom 2019 hat der Netzprovider Vodafone einen Cloud-Gaming Dienst angekündigt, den er in Kooperation mit der finnischen Gamingplattform "Hatch" verwirklichen will. "Google Stadia" hingegen läuft derzeit in der Testphase. Aktuell können sich Interessierte Kunden der deutschen Telekom für die BetaVersion des Magenta Cloud Gaming anmelden.

Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf das Spielkonsolen Segment. Microsoft wird 2020 eine neue, weiterentwickelte Generation der Spielkonsolen auf den Markt bringen. Der Dienst "XCloud" erweitert die Xbox zur Streaming-Konsole. Als solche wird sie nur mehr einen kleinen Teil der Rechenleistung vor Ort erledigen, der größte Teil wird an ein Serverzentrum ausgelagert. Ein Xbox Mainboard soll es dann erlauben, dass man mit Smartphone oder Tablet auf eine funktionierende Xbox zugreifen kann. Der Knackpunkt ist auch hier die Internetverbindung mit einer notwendigen Bandbreite von 35Mbit/s.

Für viel Unruhe sorgt der bevorstehende offizielle Launch von Google Stadia, der für November 2019 angekündigt ist. In kleinen Häppchen werden die Details bekanntgegeben, wie zum Beipsiel die Liste der Spiele oder Studios, die künftig Games über Stadio anbieten (zBsp. EA). Über eine starke und stabile Internetverbindung und mit Unterstützung durch den Browser Google Chrome sollen Spiele direkt aus einem YouTube Video heraus gestartet werden können und sind so innerhalb weniger Sekunden auf allen Geräten spielbar. Für Fernsehgeräte, außer SmartTV, ist ein Chromecast-Stick erforderlich. Diese Flexibilität von Google Stadia bringt die Konsolen-Konkurrenz also gehörig unter Druck.

Auf die stabile Bandbreite kommt es an

Der Charme von Cloud-Gaming Diensten liegt für den User auf der Hand. Der Gamer braucht keine zusätzliche Computerhardware (Konsole) oder teure Grafikkarten. Der Spaß am Cloud-Gaming steht und fällt jedoch mit der Internetverbindung. Der Ping und die Verbindungsstabilität sind hier die großen Themen. Um die Services sinnvoll nutzen zu können, bedarf es wenigstens 25 Mbit/s, für eine optimale Auflösung 50 Mbit/s. Diese Werte sind über einen LAN-Anschluss und den maßgeschneiderten High-Speed Internet-Angeboten von LIWEST spielend zu erreichen. Wer anspruchsvolle Games über WLAN auf dem Smartphone spielen möchte, könnte hingegen enttäuscht werden: Da das WLAN-Signal von vielen Faktoren beeinflusst wird, kann nicht immer die volle Bandbreite erzielt werden. 

Niedriger Ping: Mit dem Internet von LIWEST macht Gamen einfach mehr Spaß!  

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