Mann zahlt mit Smartwatch am Terminal
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Aktualisiert am 04.02.2020

Mobile Pay - Das neue Bezahlen

Immer mehr soziale Medien, Internet-Dienste und Geräte bieten ihren Nutzern jetzt auch Bezahlfunktionen.

Bargeld-Nation Österreich

Wir Österreicher zahlen am liebsten mit Bargeld und sind deshalb auch Europameister bei der Anzahl an Bankomaten: Auf zehntausend Einwohner kommen bei uns zehn Bankomaten, in Deutschland nur sieben, in Schweden gar nur drei. Das bequeme kontaktlose Bezahlen mit Bankomatkarte wurde bei uns vor inzwischen sechs Jahren eingeführt, überzeugt viele Österreicher aber nach wie vor nicht. Kein Wunder, dass wir auch bei mobilen Bezahldiensten übers Internet - etwa per Smartphone App oder Wearable - zurückhaltend sind. Während in vielen Nachbarländern schon länger mit Mobile Pay Diensten wie Google Pay bezahlt wird, sind diese hierzulande nur über Umwege oder erst seit kurzem - wie im Fall von Apple Pay - nutzbar.

Bezahlen per Smartwatch

Seit Kurzem kann man in Österreich nun auch mit einer Smartwatch bezahlen. Der Sportuhren-Hersteller Garmin realisiert seine Bezahllösung Garmin Pay zusammen mit heimischen Banken. Nutzer mit einer kompatiblen Uhr können eine Kreditkarte digital speichern und bei allen NFC-fähigen Terminals verwenden. NFC steht für "Near Field Communication" und ermöglicht kontaktloses Bezahlen per Bankomat- und Kreditkarte - und ist nun eben auch per Smartwatch zu verwenden. Die Nutzung der Bezahllösung ist kostenlos. Anders als beim Bezahlen mit einer physischen Karte muss man zur Durchführung der Transaktion nicht den Karten-Code am Terminal eingeben, sondern einen selbstgewählten Code auf der Uhr. Dieser ist 24 Stunden gültig. In diesem Zeitraum kann man beliebig oft kontaktlos bezahlen - vorausgesetzt, man legt die Uhr nicht ab. Dann nämlich wird die Bezahlfunktion sofort gesperrt und muss bei einer weiteren Transaktion erneut per Code bestätigt werden. 

Bezahlen mit Instagram

Für die rund 2 Millionen österreichischen Instagram-Nutzer ist das noch Zukunftsmusik, aber ausgewählte Nutzer in Großbritannien und den USA testen bereits die integrierte Bezahlfunktion auf Instagram. Der Tisch im Restaurant und das Kinoticket können dann direkt über Instagram reserviert und eben auch gleich bezahlt werden. So sparen sich Nutzer mehrere Klicks und Weiterleitungen. Dass diese Vereinfachung gut bei den Nutzern ankommt, weiß Amazon schon länger und hat deshalb sein One-Click-Payment eingeführt. Mit Amazon Pay geht der Handelsriese noch einen Schritt weiter und ermöglicht seinen Kunden sogar das Bezahlen auf externen Websiten von ausgewählten Händlern.

Kryptowährung für Facebook?

Laut Informationen des Medienkonzerns Bloomberg arbeitet der Facebook-Konzern an einer Funktion, mit der per Kryptowährung Transaktionen durchgeführt werden können. Dafür werde extra eine spezielle digitale Währung geschaffen, deren Wert – anders als etwa bei Bitcoin – an eine herkömmliche Währung gekoppelt ist. Dadurch werden einerseits große Kursschwankungen vermieden, andererseits fallen bei Kryptowährungen keine Bankgebühren an. Starten will Facebook mit der Bezahlfunktion in Indien bei den sogenannten Remittances: Das sind jene Transaktionen, mit denen Auslands-Inder Geld ins Heimatland überweisen – in Summe etwa 69 Milliarden Dollar pro Jahr.

Chinesen bezahlen mit WeChat

In China hat WeChat rund 963 Millionen Nutzer pro Monat. Chatten, einen Arzttermin vereinbaren, Kinokarten bestellen, Finanz-Angelegenheit regeln – alles funktioniert über WeChat. In den letzten Jahren hat in China beim Bezahlen von kleinen Beträgen eine regelrechte digitale Revolution stattgefunden: Nur noch wenige bezahlen in Restaurants oder Läden bar. Stattdessen überweisen sie auch kleine Summen lieber über Bezahl-Apps wie WeChat Pay oder Alipay. Außerhalb Chinas verwenden rund 100 Millionen Menschen WeChat, ohne chinesische Bankkarte kann die Bezahlfunktion WeChat Pay aber nicht genutzt werden. Aus Sicht von westlichen Nutzern kommen aufgrund der in China üblichen Zensur und der fehlenden Transparenz ohnehin Nutzungsvorbehalte ins Spiel. In einem Transparenz-Rating von Amnesty International erhielt WeChat-Hersteller Tencent keinen einzigen von hundert möglichen Punkten. Zum Vergleich: Facebook erreichte im gleichen Rating immerhin 73 Punkte.

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