Erstellt am 02.04.2021

WLAN Sicherheit: Sichern Sie Ihr Netzwerk in 7 Schritten

In der Küche Instastories posten, im Home Office gemütlich von der Couch aus arbeiten oder Filme auf dem Balkon streamen – eine WLAN Verbindung macht’s möglich! Aber sie birgt auch Risiken. Wir erklären Ihnen, warum die WLAN Sicherheit so wichtig ist und wie Sie Ihr WLAN schützen.

Der gestreamte Film auf Netflix ruckelt, das Bild beim Zoom Meeting mit dem Chef bleibt hängen und Websites laden im Schneckentempo – was auf den ersten Blick einfach nur störend wirkt, kann tatsächlich weitreichende Folgen für Ihre IT Sicherheit haben. Denn ist der Router erstmal eingerichtet, gerät das Thema WLAN Sicherheit oft viel zu schnell in Vergessenheit. Dabei sollten Sie gerade in Zeiten des Home Offices, in denen Sie Ihr Heimnetzwerk nicht nur zu privaten Zwecken sondern auch für die Arbeit nutzen, Ihr WLAN sicher machen.

Wie sicher ist WLAN zu Hause?

Häufig ist eine langsame Internetverbindung schlicht und einfach auf ein schwaches WLAN Signal zurückzuführen. Doch können mitunter auch schwerwiegendere Gründe dahinterstecken. Daher sollten Sie unbedingt die WLAN Sicherheit prüfen. Verfügt Ihr WLAN über geringe Sicherheit, kann sich jeder in Reichweite Ihres Netzwerkes mit seinem Laptop oder Smartphone einwählen und auf Ihre Kosten bzw. in Ihrem Namen surfen, Dateien downloaden oder verbreiten. Etwaige Konsequenzen wie etwa Kosten müssen Sie tragen.

Aber das ist längst noch nicht alles: Mit jedem unbefugten Download steigt auch die Gefahr, Malware herunterzuladen, die Ihre mit dem WLAN verbundenen Geräte infiziert und Unbefugten so Zugang zu Kreditkartennummern sowie anderen sensiblen Daten und Arbeitsdokumenten verschaffen kann. Die Bedeutung der WLAN Sicherheit sollte daher nicht unterschätzt werden.

Geräte im WLAN überprüfen

Um feststellen zu können, ob Ihr WLAN von Unbefugten mitbenutzt wird, sollten Sie die Geräte, die sich in Ihrem WLAN Netzwerk befinden, überprüfen. Diese Geräteliste können Sie einfach über Ihren Browser abrufen. Tippen Sie dazu die IP-Adresse Ihres Routers in die Suchzeile des Browers ein und loggen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort ein. Klicken Sie je nach Anbieter auf jene Einstellung, die als „Netz“, „Heimnetz“ oder ähnlich betitelt ist. In einer Liste sollten Ihnen nun alle Geräte angezeigt werden, die sich in Ihrem Netzwerk befinden. Erscheinen dabei Geräte, die Sie nicht identifizieren können, sollten Sie diese aus Ihrem WLAN entfernen und die entsprechenden Maßnahmen für Ihre WLAN Sicherheit treffen.

Wie mache ich mein WLAN sicher?

Ein sicheres WLAN macht es ungebetenen Gästen und Angreifern bedeutend schwerer, auf Ihren Router zuzugreifen:

  • Nutzen Sie starke Passwörter
  • Deaktivieren Sie die Konfiguration Ihres Routers über WLAN
  • Ändern Sie die Log-In Werkseinstellungen
  • Aktivieren Sie die WPA2 Verschlüsselung
  • Nutzen Sie MAC-Filter
  • Halten Sie Firmware aktuell

#1 Starke Passwörter verwenden

Ob für die Benutzeroberfläche, die WLAN-Verbindung oder die Verschlüsselung – auch in Bezug auf die WLAN Sicherheit sind starke Passwörter unumgänglich. Wenn Sie Ihr Internet von LIWEST beziehen, ist ihr Netzwerk bereits mit einem sehr sicheren Passwort ausgestattet. Ein sicheres, komplexes Passwort besteht aus Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und sollte eine Länge von mindestens acht Zeichen haben. Wie Sie ein solches erstellen, haben wir Ihnen hier​​​​​​​ im Detail erklärt.

#2 Router per Kabel konfigurieren

Um ein sicheres WLAN einzurichten bzw. um Änderungen an den Einstellungen des Routers vorzunehmen, sollten Sie Ihren Rechner im besten Fall per Kabel mit dem Router verbinden. Verfügt Ihr Router über diese Möglichkeit, sollten Sie die Option der Konfiguration über WLAN überhaupt deaktivieren. Rufen Sie das Menü Ihres Routers immer nur über https auf!

#3 Log-in Einstellungen verändern

Um die WLAN Sicherheit zu gewährleisten, sollten Sie gleich nach dem Verbinden mit Ihrem Router den Zugang zur Benutzeroberfläche mit einem starken Benutzernamen und Passwort schützen. Zudem sollten Sie die Log-In Werkseinstellungen verändern bzw. löschen, denn manche Modelle zeigen ausführliche Informationen zu Gerätetyp, Versionsnummer der Firmware oder dem Hersteller an. Hinweise darauf können für potentielle Angreifer bereits ausreichend sein, um Sie zu hacken.

#4 Was ist die sicherste WLAN Verschlüsselung?

Nicht nur zur WLAN Sicherung sondern auch zum Schutz Ihrer Daten sollten Sie unbedingt Ihr WLAN verschlüsseln. Verwenden Sie hierzu immer die aktuelle WPA2-Verschlüsselung, die älteren WEP und WPA-Verschlüsselungsverfahren sind leicht zu knacken. Die höchste WLAN Sicherheit bietet neuerdings WPA3, das bisher allerdings nur wenige WLAN Clients unterstützen. Passwort und Verschlüsselung lassen sich direkt im Router einstellen.

#5 MAC-Filterung nutzen

Jedes netzwerkfähige Gerät ist mit einer eindeutigen Kennung versehen – der sogenannten Media Access Control (MAC) Adresse. Viele Router erlauben es, eine MAC-Filterung zu nutzen, mithilfe derer Sie festlegen können, welche Geräte sich mit Ihrem Router verbinden dürfen und welchen Sie den Zugang explizit verweigern. Ist der MAC-Filter aktiviert, trägt auch er zur WLAN Sicherheit bei: Es können nur noch autorisierte Adressen Ihr WLAN nutzen, während alle anderen von Ihrem Router automatisch blockiert werden.

Auf Apple Rechnern finden Sie diese in den Systemeinstellungen „Netzwerk" – „Weitere Optionen" und „Ethernet". Hier wird die MAC-Adresse als „Ethernet-ID" bezeichnet. Auf Windows Geräten tippen Sie in die Suche „Ausführen“ und im sich öffnenden Fenster „cmd“ ein. Geben Sie hier in der Kommandozeile den Befehl \"ipconfig /all\" ein – in der Zeile „physikalische Adresse“ finden Sie die MAC-Adresse Ihres Computers. Bei Laptops, Tablets etc. ist die MAC-Adresse auch häufig im Handbuch oder einem Aufkleber vermerkt.

#6 Netzwerk abschalten

Besonders einfach, aber effektiv: Schalten Sie Ihren Router aus, wann immer dieser nicht benötigt wird, beispielsweise in der Nacht oder wenn Sie verreisen.

#7 Firmware immer aktuell halten

Egal ob das Betriebssystem des PCs oder Smartphones oder die Firmware des Routers – Updates beseitigen bekannte Sicherheitsmängel und Fehler und sollten daher stets up to date gehalten werden. Wenn Sie Internet von LIWEST beziehen, wird Ihr Kundenmodem immer automatisch von LIWEST upgedatet und es ist kein Eingreifen von Ihrer Seite nötig. Für alle Geräte, bei denen Sie das Update selbst durchführen, empfiehlt es sich, die automatische Aktualisierung zu aktivieren. So wird die Software fortlaufend auf den neuesten Stand gesetzt, sobald ein Update verfügbar ist.

Fazit: Was kann passieren wenn jemand mein WLAN nutzt?

Die digitale Vernetzung unseres Zuhauses mittels Router und WLAN ist bereits weit fortgeschritten, doch allzu häufig sind diese noch immer nicht ausreichend geschützt. Dabei bietet ein schwach gesichertes WLAN Hackern und anderen ungebetenen Gästen die Möglichkeit, sich in Ihr Netzwerk einzuwählen – mitunter mit ernsthaften Konsequenzen. Denn wer nicht ausreichend auf ein sicheres WLAN Passwort und Co. achtet, kann beispielsweise für Urheberrechtsverstöße durch illegale Downloads heimlicher Nutzer belangt werden. Aber auch die eigene IT-Sicherheit und sensible Daten sind bedroht. Daher kommt der WLAN Sicherheit eine große Bedeutung zu. Wenn Sie unsere sieben Tipps beachten, haben es Unbefugte wesentlich schwerer, sich Zugang zu Ihrem WLAN zu verschaffen!

Noch kein Glasfaser-Internet von LIWEST? Jetzt kostenlos und unverbindlich testen!


Das könnte Sie auch interessieren:

Aktualisiert am 29.04.2022

Doomscrolling: Bad News in Endlosschleife

Pandemie, Krieg, Naturkatastrophen und Klimakrise – wenn schlechte Nachrichten kein Ende mehr nehmen und wir uns den Schreckensberichten nicht mehr entziehen können, spricht man von Doomscrolling. Oft hat das negative Auswirkungen auf unsere Psyche.

Aktualisiert am 08.04.2022

Social Engineering: Die psychologischen Tricks von Cyberkriminellen und wie man sich…

Aufgrund von besser und komplexer werdenden IT-Sicherheitsmaßnahmen wird es für Cyberkriminelle immer schwieriger, diese zu umgehen. Und so rückt der Mensch als potentielle Schwachstelle verstärkt in deren Blickfeld. Mithilfe von Social Engineering Techniken versuchen Betrüger, ihre Opfer geschickt zu beeinflussen.

Aktualisiert am 01.04.2022

Abschalten & Entspannen mit digitaler Hilfe

Viele möchten einfach abschalten und den Stress hinter sich lassen. Zahlreiche Apps bieten Hilfe beim achtsamen Entspannen und Regenerieren.