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Sicheres Passwort erstellen: 4 Tipps für den Alltag

Ein sicheres Passwort ist heute wichtiger denn je, denn Cyberangriffe verlaufen heutzutage zunehmend automatisiert und greifen dabei auf KI-Technologien zurück. Passwörter sind dabei oft die letzte Barriere zwischen persönlichen Daten und möglichen Betrugsversuchen. In diesem Blogbeitrag geht es um die Frage, warum starke Passwörter unverzichtbar sind, um Tipps zum Erstellen und um Tools zur sicheren Verwaltung.

Warum starke Passwörter entscheidend sind

Wir nutzen täglich unzählige Onlinedienste: Vom Banking über Streaming bis hin zu Social Media. Dabei geben wir sensible Informationen über uns preis wie Adressen, Kontodaten oder Zahlungsinformationen.

Schwache Passwörter machen es Angreifer*innen leicht, diese Daten zu missbrauchen. Moderne Hacking-Tools prüfen heutzutage Millionen von Kombinationen pro Sekunde.

Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich das Risiko drastisch reduzieren.

Wie sicher ist mein Passwort?

Die Sicherheit eines Passworts lässt sich anhand einiger Merkmale überprüfen:

  • Länge: mindestens 12 Zeichen, besser 16 oder mehr
  • Komplexität: eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen
  • Einzigartigkeit: ein Passwort nicht für mehrere Zugänge verwenden
  • Unvorhersehbarkeit: keine Wörter, Namen oder Muster wie „1234“ oder „qwertz“

Tipp: Je länger und unvorhersehbarer ein Passwort ist, desto schwieriger lässt es sich knacken. Jede zusätzliche Stelle erhöht die Sicherheit exponentiell.

Sichere Passwörter generieren – Tipps für zu Hause

Ein starkes Passwort ist entscheidend, um Konten und generell Online-Zugänge vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die nachfolgenden Tipps helfen dabei, den Online-Alltag sicher zu meistern.

Tipp 1: Länge und Komplexität von Passwörtern

Zwölf Zeichen sind heutzutage das Minimum, wenn es um die Länge von Passwörtern geht – je länger, desto besser. Für besonders sensible Logins (E-Banking, Cloud-Speicher, Unternehmenszugänge) empfehlen Expert*innen 16–20 Zeichen.

Die Komplexität eines Passworts ist mindestens genauso wichtig wie dessen Länge. Folgende Aspekte sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Groß- und Kleinbuchstaben 
  • Ziffern 
  • Sonderzeichen 

Auf einfache Begriffe oder Umlaute sollte verzichtet werden, da diese mitunter leicht zu entschlüsseln sind und gewisse Zeichen auf ausländischen Tastaturen fehlen können.

Tipp 2: Keine persönlichen Daten

Geburtsdaten, Haustiernamen oder Wohnorte sind leicht zu erraten. Buchstaben sollten durch Zahlen oder Symbole ersetzt werden.

Beispiel: „Wikipedia“ → „W!k!p3d!4“

Tipp 3: Merken durch Logik

Passwörter, die aus einem Satz heraus erstellt werden, lassen sich leichter einprägen.

Beispiel: „Ich esse am liebsten Pizza mit Salami“ → „IealPm$2025!“

Tipp 4: Kein universelles Passwort für alle Zugänge

Jedes Konto sollte ein individuelles Passwort erhalten. Im besten Fall wird dieses zudem regelmäßig aktualisiert. Andernfalls kann es bei einem Datenleck passieren, dass schädliche Tools dieses Passwort verwenden, um in Ihrem Namen weitere Daten zu sammeln oder Zugänge unter ihre Kontrolle zu bringen.

Passwörter sicher mit einem Passwort-Manager verwalten

Merken ist gut, verschlüsseln ist besser. Ein Passwort-Manager speichert alle Zugangsdaten geschützt hinter einem einzigen Master-Passwort. So braucht man sich lediglich ein Passwort merken. Bei vielen Zugängen helfen Programme wie KeePass, Bitwarden oder 1Password

Zusätzlich gibt es Dienste wie haveibeenpwned, die dabei helfen, herauszufinden, ob Passwörter in Datenlecks aufgetaucht sind.

Noch mehr Sicherheit: Zweiten Faktor als zusätzlicher Schutz

Viele Onlinedienste bieten heutzutage eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) an. Dabei braucht es neben einem Passwort noch eine zweite Bestätigung, etwa per App, Fingerabdruck oder SMS-Code.

Tipp: Selbst wenn ein Passwort gestohlen wird, bleibt das Konto geschützt. Das funktioniert jedoch nur, solange dasselbe Passwort nicht für einen anderen Online-Zugang verwendet wird, für den keine 2FA hinterlegt ist. 

Unterschiede zwischen Zwei-Faktor-Authentifizierung und Passkeys

Passkeys und Zweifaktor-Authentifizierung dienen beide der Kontosicherheit, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Aufbau und Funktionsweise. Passkeys ersetzen Passwörter vollständig durch sogenannte kryptografische Schlüsselpaare (Public-Key-Verfahren). Diese werden durch einen biometrischen Abgleich (Finger- oder Gesichtsscan) oder per PIN freigeschaltet. 2FA hingegen baut neben einem Passwort auf einen zweiten Faktor (z. B. SMS-Code) und schützt nur ergänzend.

 

Passkey

Zwei-Faktor-Authentifizierung

PasswortNicht nötigWird benötigt
Phishing-SchutzHoch, da nichts eingegeben werden mussNiedrig bei SMS, E-Mail und Anrufen
BedienungDie Eingabe passiert automatisch und geräteübergreifendZusätzliche Schritte sind erforderlich

 

Professionelle Sicherheitssoftware

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um sich mithilfe moderner Sicherheitssoftware sicher durch die digitale Welt zu bewegen. LIWEST bietet Kund*innen beispielsweise die Möglichkeit, eine Sicherheitssoftware zu erwerben, die gemeinsam mit F_Secure entwickelt wurde. Sie garantiert zusätzlichen Schutz vor Viren, Phishing-Angriffen und Datendiebstahl. Profitieren Sie von folgenden Features:

  • Echtzeit-Überwachung gegen Schadsoftware
  • Phishing- und Web-Reputationsschutz
  • Kindersicherung und Passwort-Safe-Funktion

Ideal für alle, die rundum sicher surfen möchten, auf PC, Smartphone oder Tablet.

Fazit: Ein starkes Passwort ist das beste Schutzschild

Ein hundertprozentig sicheres Passwort gibt es nicht, aber man kann Cyberkriminellen das Vorgehen deutlich erschweren – Passwort-Länge, -Komplexität und -Individualität sind der Schlüssel. Eine Kombination aus Sicherheitssoftware und Zwei-Faktor-Login oder Passkey erhöht den Schutzfaktor zusätzlich.

Bleib sicher – und bleib verbunden.

Sichere Passwörter erstellen: Häufig gestellte Fragen

Die benötigte Zeit hängt von der Komplexität des Passworts und der verwendeten Angriffsmethode ab. Ein einfaches Passwort wie „123456" oder „Passwort", kann in Sekunden oder Minuten geknackt werden. Hierbei kommen Brute-Force-Technologien zum Einsatz, bei denen Programme in Sekundenschnelle zig Passwörter ausprobieren. Bei komplexeren Begriffen werden sogenannte Wörterbuchangriffe verwendet, bei denen Systeme häufige Wörter oder Kombinationen anhand einer vordefinierten Liste durchtesten. Bei langen, zufälligen Passwörtern oder der Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung verlängert sich der Vorgang und kann mitunter Jahre dauern, selbst mit leistungsfähigen Tools und Hochleistungsrechnern.

Cyberkriminelle nutzen verschiedene Mittel, um an Passwörter zu kommen. Eine häufige Methode ist das Phishing. Durch vertrauenswürdig erscheinende Nachrichten, Videos oder Webseiten werden Opfer dazu verleitet oder gedrängt, persönliche Daten preiszugeben. Andere Methoden sind direkter, brutaler und können ohne das Zutun der Zielperson erfolgen. Bei Brute-Force-Angriffen testen Programme reihenweise Passwortkombinationen durch, während Wörterbuchangriffe Listen mit häufigen Passwörtern und Kombinationen abarbeiten. Auch durch Keylogger, die heimlich Tastatureingaben aufzeichnen, oder durch Datenlecks, bei denen Passwörter aus gehackten Datenbanken erlangt werden, können Diebe an Passwörter kommen.

Typische Fehler beim Erstellen eines Passworts sind die Verwendung von einfachen und leicht zu erratenden Begriffen wie „123", „Passwort" oder dem eigenen Namen. Kurze Passwörter machen es Programmen einfach, schnelle Erfolge zu erzielen. Ein weiterer Fehler besteht darin, ein Passwort für mehrere Konten zu verwenden. Bei einem möglichen Datenleck sind so alle Zugänge betroffen. Verzichten sollte man zudem auf Wörterbuchwörter oder einfache Kombinationen, die sich aus vom Geburtsdatum ableiten lassen. Fehlende Sonderzeichen, Zahlen oder Großbuchstaben machen Passwörter ebenfalls anfällig. Ein häufiger Fehler ist auch das Nicht-Aktualisieren von Passwörtern, besonders bei verdächtigen Aktivitäten.


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