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22.07.2019

Fernsehen: Schärfer, brillanter, flüssiger

Die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik hat gezeigt, was die Fernseher von morgen können. Die neuen Technologien heißen 8k, HDR und HFR.

Mega-Auflösung: 8K

Der erste Toptrend bei der IFA Berlin ging zu noch höher auflösenden Bildschirmen. Rund zwei Millionen Bildpunkte liefert die inzwischen weit verbreitete Auflösung Full HD. Aus etwa acht Millionen Pixeln bestehen die Bilder in Ultra HD (3840 x 2160 Pixel). Der neueste Schrei heißt 8k und zeigt pro Bild stolze 32 Millionen Bildpunkte. Das sind exakt 7680 Pixel in der Breite, gerundet 8.000 Pixel - daher die Abkürzung 8k. 

Teure Prestige-Objekte

Bei der IFA zeigten Samsung, LG und Sharp ihre 8k-Geräte. Kleinster 8k-Fernseher ist der Sharp LV-70X500E mit 70 Zoll (177 cm) Bildschirmdiagonale. Der stolze Erstpreis lag bei 9.600 Euro, mittlerweile ist der Fernseher ab 5.000 Euro im Handel erhältlich. "The Wall" von Samsung hingegen beeindruckt mit 146 Zoll (370 cm) in der Diagonale, das bedeutet ein TV-Bildschirm mit 330 cm Breite, 210cm höhe aber nur 8 cm Dicke und entspricht wahrlich einer "Wand". Kleinere Versionen mit 73 Zoll (185 cm) und 85 Zoll (215 cm) Diagonale wurden ebenfalls angekündigt - einen Preis sucht man aber bis dato vergeblich. Ähnlich groß ist der 8k-Fernseher von LG mit 88 Zoll (225 cm), der zu einem fünfstelligen Preis erwartet wird. Laut Einschätzungen von Experten werden sich 8k-Geräte in den nächsten zwei Jahren zunächst eher als Prestigeobjekte langsam verbreiten. Nachdem die Olympischen Spiele 2020 in 8k aufgezeichnet werden, dürften spätestens zu diesem Großereignis aber günstigere Geräte auf den Markt kommen.

 

Mega-Brillanz: HDR

Der nächste Toptrend heißt HDR (High Dynamic Range) und ist im Vergleich zur hohen Auflösung zwar leichter zu erkennen, aber schwieriger zu erklären. HDR liefert eine Fülle an Helligkeitsstufen: Eindrucksvoll ist der optimal dargestellte Kontrast zwischem tiefstem Schwarz und strahlendstem Weiß. Ein Beispiel: Der Fußballtrainer auf der schattigen Bank und der Spieler auf dem sonnigen Rasen sind gleich deutlich und klar zu sehen. Dazu kommen mehr darstellbare Farben in noch feineren Abstufungen als bisher. Große Schauplätze oder hochwertige Naturaufnahmen wirken natürlicher und lebensechter. Immer mehr Kinofilme und Serien werden mitllerweise in HDR-Technik produziert.

 

Technologien machen HDR sichtbar 

Günstige TV-Geräte können momentan zwar HDR-Biler verarbeiten, die Verbesserung ist aber kaum zu erkennen. Um die größere Brillanz und Farbreinheit besser sichtbar zu machen, setzen die Hersteller auf unterschiedliche Technologien. LG arbeitet mit OLED, Samsung mit QLED, ähnlich TCL und Hisense. Panasonic und Sony verwenden Phosphor-LEDs, Sony spricht von "Triluminos", Philips oder Loewe kaufen die OLED-Technologie von LG zu. Geräte in HDR-Qalität sind ab 1.500 Euro erhältlich.

Mega-Bewegungen: HFR

Seit den 1920er-Jahren werden Kinofilme mit 24 Bildern pro Sekunde produziert. Wenn mehr Bilder pro Sekunde gezeigt werden, erscheinen Bewegungen flüssiger und schärfer. Diese höhere Bildanzahl (englisch "High Frame Rate") wird von einigen Herstellern, aber auch Filmproduzenten forciert. Beispielsweise wurde "Der Hobbit" mit 48 Bildern pro Sekunde gefilmt. In Vorbereitung sind Geräte, die 60 Bilder pro Sekunden darstellen können. Der LG OLED W8 kann sogar 120 Bilder pro Sekunde darstellen, Inhalte dafür sind aber regulär noch nicht erhältlich. Ab wann es HFR-Filme oder etwa HFR-Sportsendungen im Streaming- oder Sendebetrieb geben könnte, ist noch nicht bekannt.

4k genießen

TV-Geräte in 4k Auflösung sind bereits im dreistelligen Euro-Bereich erhältlich. Es gibt dafür immer mehr Inhalte und Sendungen. Vorreiter ist Netflix mit inzwischen etwa 200 Serien und Filmen in 4k. Dazu kommen neue Dokumentationen oder die Koch-Serie "Chef's Table". Bei Amazon Video gibt es eigene 4k-Filme, ebenso bei iTunes. Sky zeigt ausgewählte Fußballspiele und Filme in 4k bzw. UHD-Auflösung. Manche TV-Sender bringen vereinzelt 4k-Beiträge in ihren Mediatheken, z.B. ZDF und Sat1. Die Seite 4kfilme.de liefert einen aktuellen Überblick darüber, welche 4k-Filme auf Blu-ray und bei Online-Anbietern erhältlich sind. 

Von 26. Mai bis 9. Juni 2019 konnten LIWEST-Kunden exklusiv die French Open in UHD verfolgen, Eurosport 4K war für diesen Zeitraum für LIWEST-Kunden empfangbar. Weitere 4k-Inhalte sind in Planung.

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