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Erstellt am 17.03.2020

Live-Streaming – Einsatzbereiche, Voraussetzungen und Besonderheiten

Streaming – egal ob live oder on demand – ist aus dem heutigen Medienangebot nicht mehr wegzudenken. Live-Streaming unterscheidet sich aber durch einige Aspekte von anderen Streamingangeboten. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Live-Streaming oder auf Deutsch Echtzeitübertragung bezeichnet, wie der Name schon sagt, eine Übertragung eines Ereignisses oder eines anderen Media-Angebots in Echtzeit. Varianten des Live-Streamings sind Webcasts (interaktive Livestreams) oder Webinare (live übertragene Lehrveranstaltungen). Ansonsten werden meist Konzerte, Sportveranstaltungen, Computerspiele oder wichtige politische Reden via Livestream übertragen. So haben viele Menschen die Möglichkeit, am Geschehen teilzunehmen ohne physisch vor Ort sein zu müssen. Weitere Nutzungsmöglichkeiten des Live-Stream-Angebotes gibt es im Bereich der Fernwartung wie etwa über den TeamViewer, über Screen-Sharing oder Videochats, beispielsweise via Skype.

Technische Voraussetzungen

Grundsätzlich ist für den Empfang eines Live-Streams lediglich ein internetfähiges Gerät (Smartphone, Tablet, Laptop oder PC) und eine konstante Internetverbindung notwendig.

Um einen Livestream zu übertragen, benötigt man ein Videobild sowie ein Audiosignal der Kamera. Dieses Video wird anschließend per Live-Encoder ins Internet an einen Streamingserver übertragen. Dieser Live-Encoder ist entweder eine Software auf dem PC oder Smartphone oder die Kamera kann dies von vornherein (z.B. Überwachungskameras). Der Streamingserver empfängt den Stream und stellt die Inhalte für die Zuschauer zur Verfügung. Als Ersteller eines Livestreams erhält man einen Player, der den Stream auf einer Website oder über einen eigenständigen Link abspielt.

Internetverbindung und Qualität einer Live-Übertragung

Je besser die Auflösung eines Livestreams ist, desto besser muss auch die Internetverbindung sein, um den Stream verzögerungsfrei empfangen bzw. senden zu können. Das bedeutet, der Internetanschluss des Senders als auch der des Empfängers müssen entsprechend hohe Daten übertragen bzw. empfangen können. Kunden wünschen sich mittlerweile eine möglichst hohe Auflösung von Videomaterialien jeder Art, eben auch in Form eines Livestreams. Im Jahr 2014 wurde bereits ein Livestream in 4K übertragen. Dies stellte aber natürlich eher eine Ausnahme dar, da dafür extrem hohe Datenübertragungsraten notwendig sind. Doch nicht nur die Internetanbindung muss fähig sein, hohe Auflösung zu übertragen, sondern auch Kamera und Display müssen in der Lage sein, hohe Bildqualitäten aufzuzeichnen bzw. anzuzeigen. Zum Senden sind Kameras mit 25 oder 30 fps (frames per second = Bilder in der Sekunde) üblich, aber auch Kameras mit 50 oder 60 fps sind mittlerweile im Einsatz. Die Livestreams dieser hochauflösenden Kameras sind jedoch bei vielen Zuschauern aufgrund der geringeren Leistungsfähigkeit ihrer Hardware nicht immer ruckelfrei empfangbar. Die meisten Monitore und Bildschirme sind heute in der Lage, Bilder oder Videos in HD oder FullHD anzuzeigen.

Mögliche Einsatzbereiche von Livestreams

Dank der heutigen technologischen Möglichkeiten wird vieles einfacher. Sportveranstaltungen können einer großen Zielgruppe zugänglich gemacht werden, Konzerte können über Hunderte von Kilometern übertragen werden und auch Video-Konferenzen oder Live-Vorlesungen aus dem Hörsaal sind möglich. Dadurch lassen sich nicht nur neue Zielgruppen erschließen, sondern es kann Wissen in einer gänzlich anderen Form vermittelt werden.

Im Falle von Videokonferenzen ist es den Teilnehmern möglich, an einem Vortrag teilzunehmen, ohne persönlich vor Ort sein zu müssen. Aber auch umgekehrt, wenn ein Referent am Konferenztag nicht anwesend sein kann, ist ein Livestream eine gute Lösung. Finden einige Veranstaltungen außerhalb des eigentlichen Austragungsortes statt, kann auch von dort ein Livestream eingerichtet werden. So haben die Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, ohne viel herumzufahren, an allen Programmpunkten teilzunehmen.

Universitäten nutzen mittlerweile das Livestream-Angebot, um Studenten den Zugang zu stark besuchten oder auswärts abgehaltenen Vorlesungen zu ermöglichen. Falls Studenten krankheitsbedingt nicht an der Vorlesung teilnehmen können, verpassen sie durch eine Livestream-Schaltung keinen wichtigen Prüfungsstoff.

Doch nicht nur Videomaterial wird via Livestream gesendet, sondern auch viele Radiosender bieten heute den Hörern an, das Radioprogramm als Livestream über das Internet zu hören.

Die Zukunft des Livestreams

Die technischen Voraussetzungen für Livestreams – sowohl die Qualität der Internetverbindungen als auch das technische Equipment wie Kameras und Monitore werden in den nächsten Jahren kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt werden. Daher ist es wahrscheinlich, dass sich auch im Bereich der Livestreams viele neue Möglichkeiten und Einsatzgebiete auftun werden. Denkbar sind beispielsweise Übertragungen von Operationen zu Lehrzwecken, bei denen eine sehr detailreiche Auflösung notwendig ist, Fernwartungen von Geräten oder Ähnliches. Ist die Technologie entsprechend weit fortgeschritten, sind den Einsatzmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt.

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